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Wissenwertes zu Holz

Wissenswertes über Holzschutz im Außenbereich

 

Holz wächst und vergeht im Kreislauf der Natur.

Besonders im Außenbereich wird Holz durch Sonne, Regen,

è Vergrauung è Verwitterung è Zerstörung sowie von Pilze und Insekten angegriffen

 

Die heimischen Nadelhölzer Fichte, Kiefer, Tanne sind wenig witterungsbeständig und wenig wider- standsfähig gegen Pilze. Es kann Bläuewachstum auftreten vor allem ist Kiefernholz anfällig.

Die Bläuepilze wachsen ausschließlich in feuchtem Holz, greifen die Holzsubstanz aber nur geringfügig an. Allerdings wird die Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes erhöht, wodurch ein Teufelskreis entsteht. An der Holzoberfläche drücken Bläuepilze im Laufe Ihres Wachstums einen schichtbildenden öligen Lasuraufbau weg, er blättert dann ohne Haftung zum Untergrund ab.

 

 

Konstruktiver Holzschutz geht vor chemischen Holzschutz. Einsatz geeigneter Holzarten für den Außenbereich: Grundsätzlich alle Hölzer vor der Grundierung mindestens mit dem letzten Feinschliff Körnung 150 schleifen. Wenn möglich, Kanten runden r ≤ 2 mm. Senkrechte Außenwandpaneelen unten mit einer Abtropfkante versehen, dass heißt mit mindestens 5° hinterschneiden. Auf der Paneelenaußenseite muss die Feder mindestens imprägniert und mit dem 1. Lasurauftrag versehen werden.

 

Fenster und Türen sind vor dem Einbau der Verglasung einschließlich aller Glasfalze und zugehörigen Leisten mit der Grundierung (Imprägniergrund) und der Zwischenbeschichtung (1. Holzlasurauftrag) zu versehen.

So auch vor der Verarbeitung von Dichtstoffen (1 Komponenten Silikondichtungsmasse oder Kitte) sind mindestens die ersten beiden Beschichtungen Imprägniergrund und 1. Lasurauftrag erforderlich. Nach dem Einbau, Verputzen und nötiger Reinigung wird auch auf Kitte die Endbeschichtung aufgetragen.

 

 

Aufbau der Lasurfläche siehe technische Merkblätter Imprägniergrund und Holzlasur.

Die Holzfeuchte muss zwischen 12 % und 15 % liegen. Eine höhere Holzfeuchte behindert die vorgeschriebene Auftragsmenge vom Imprägniergrund. Einfach ausgedrückt, Öl ist leichter und kann Wasser nicht verdrängen. Achtung! Höhere Holzfeuchte, Taufeuchtigkeit und Nässe auf der zu streichenden Fläche führen später bei höheren sommerlichen Temperaturen zu Blasenbildungen.

 

Je mehr von der Imprägnierung aufgenommen wird, desto besser wird das Holz vor Nässe geschützt. Die natürliche Atmungsaktivität des Holzes bleibt erhalten. Wichtig ist eine allseitige Imprägnierung, entweder durch Tauchen, Spritzen oder Streichen erzielbar.

 

Imprägniergrund Auftragsmengen sind Holz abhängig:

-       Nadelhölzer:         60-75 ml/m²

-       Laubhölzer:           50-60 ml/m² Holzlasuren: Auftragsmengen generell:

2x        50-60 ml/m²

 

Endbeschichtung und Nachbehandlung mit NATURHAUS Holzlasuren muss bei trockener Witterung und bei Temperaturen zwischen +15°C und +27°C aber nicht in der prallen Sonne innerhalb von 4 Wochen erfolgen. Ansonsten ist zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt eventuell ein zweifacher Auftrag nötig.

 

Nur die vorgeschriebenen Mindestauftragsmengen und Schichtstärken können den erforderlichen Schutz leisten

 

 

 

Alle NATURHAUS Holzlasuren sind ölige Dickschichtlasuren und benötigen daher eine vorgeschriebene Trockenschichtdicke von 60 – 70 µm. Das wird durch Spritzen oder Streichen in einem zweifachen Auftrag erreicht.

Bei der Spritzapplikation empfehlen wir bei grobporigen Hölzern z.B. Eiche, Kastanie, Robinie, usw. den Erstanstrich mittels Pinsel auszuführen, damit die Poren gefüllt werden. Alternativ: Ein Drittel der nötigen Lasurmenge aufspritzen, verstreichen und abschließend die Restmenge wieder aufspritzen.

 

Reinigung:

Schmutz aus der Umwelt setzt sich auch auf lasierten Holzoberflächen ab. Staub und losen Schmutz kann man mit Wasser abwaschen. Eine Tiefenreinigung kann von Zeit zu Zeit mit NATURHAUS- Holzfrisch (Artikel-Nr. 09200) erfolgen.

 

Nachpflege:

Vor allem auf den Wetterseiten wird die Lasur nach einiger Zeit durch die Bewitterung matter und dünner. Ein rechtzeitiger Auffrischungsanstrich nach einer Tiefenreinigung erspart eine aufwendige Renovierung. Folgende Möglichkeiten können genutzt werden.

Je nach Grad der Abwitterung wird entweder

-       mit Holzlasur Farblos, wenn die Farbgebung intakt und die Oberfläche sehr matt ist,

-       mit der entsprechenden NATURHAUS Holzlasur, wenn die Farbgebung nicht mehr ausreichend vorhanden ist,

eine Mischung beider, wenn die Oberfläche sehr matt und die Farbintensität schwach ist, aufgefrischt.